Challenge: Writing a Thesis

Wir geben zu, diesen Blogpost zu schreiben, ist schon eine Herausforderung an sich. Denn wie schreibt man über etwas, von dem man keine rechte Ahnung hat und einfach nur hofft, dass der Masterplan (Achtung, Wortspiel!) am Ende trotzdem aufgeht? Wir beide sind an diesem unangenehmen Punkt in unserem Studium angekommen, an dem wir auch Prokrastination nicht mehr gelten lassen können, denn es wird höchste Zeit unseren Hinter hochzubekommen und das Ding einfach runterzuschreiben – die Masterarbeit, das böse M-Wort und auch diesen Blogpost, den wir aufgrund mangelnder Motivation und Kreativität bestimmt schon zwei Mal verschoben haben. Aber hilft ja alles nichts. Augen zu und durch, hier sind die Tipps, die wir für euch aus dem Hut zaubern, wenn es um das Schreiben einer längeren Arbeit geht!

1. Mach dir einen Plan Wie wagt man sich an ein solches Mammutprojekt heran, dessen Größe schon mal so einschüchternd ist, dass man auf der Stelle seine Bücher wieder zuschlägt? Am Besten in Etappen! In der Regel steht vor der Arbeit bereits ein Abgabedatum fest, das kann ein halbes Jahr später sein, das Ende des Semesters oder ein Datum, das du für dich selbst bestimmst. Bei mir ist es der 08. Januar, denn am 09. Januar fange ich einen neuen Job an und da will ich von Altlasten befreit sein. Ganz schön sportlich, meint ihr? Da gebe ich euch gleich noch einen Tipp: Kennt euch selbst! Ich bin ein Mensch, der eine 20-seitige Arbeit auch mal in drei Tagen runterschreibt und dann noch eine Eins kassiert. Das soll keine Angabe sein, das bin einfach ich. Ich brauche den Druck um zu schreiben, ohne Deadline kommt bei mir nicht viel raus. Vielleicht tickt ihr aber auch ganz anders, dann kalkuliert das ein. Ich hab mir also einen Plan gemacht: Vier Tage die Woche wird durchgeschrieben, ein Tag ist für andere Tätigkeiten reserviert und am Wochenende setze ich mich zusätzlich jeweils für ein paar Stunden an den Schreibtisch. Zehn Seiten in einer Woche sind mein Pensum und durchaus machbar – bei mir! Wenn ihr in der Woche aber nur zwei Seiten schafft, ist das auch ok, jeder Mensch arbeitet anders. Dann setzt euren Plan dementsprechend aber auch anders um und bleibt realistisch! Doch das Einhalten bestimmter Termine hilft euch ungemein am Ball zu bleiben, seht es als Challenge an, die ihr unbedingt gewinnen wollt! Denn ein Hochgefühl gibt’s bei der Abgabe garantiert.
 
2. Schaffe dir ein Arbeitsumfeld Ich spaße gerne damit, dass ich zuhause sogar zwei Arbeitsplätze habe: Mein Bett und mein Sofa. Was für kleinere Aufgaben im Alltag und im Job gut funktioniert, wird aber spätestens während der Masterarbeit zum Problem. Denn der Klick zu YouTube oder Netflix ist schnell getan, das Bad müsste auch noch geputzt werden, im Kühlschrank herrscht Ebbe, also ab zum Einkaufen – und schon sind drei Stunden des Tages von anderen Tätigkeiten verschluckt worden. Vielleicht seid ihr der Typ Mensch, der gut in einer Bibliothek arbeiten kann, das tun viele meiner Kommilitonen. Ich hingegen brauche einen Arbeitsplatz, an dem ich alles Stehen und Liegen lassen kann, wenn ich am Abend aufhöre und am Morgen zurückkehre. Deshalb bin ich – mit nun 27 Jahren – wieder bei meinen Eltern eingezogen. Das meine ich natürlich nicht wörtlich, doch ich habe mir im Zimmer meines Bruders (der gerade für ein halbes Jahr im Ausland studiert) einen Arbeitsplatz eingerichtet, an den ich jeden Tag aufs Neue zurückkehren kann. Und wenn mein Freund  am Morgen die Wohnung zum Arbeiten verlässt, nehme ich die U-Bahn an meinen “Arbeitsplatz” und betrachte meine Masterarbeit für die kommenden zwei Monate als ganz normalen 9-till-5-Job.
 
3. Hake deine To-Do-Liste vorher ab Das bringt mich auch zu Punkt drei auf meiner Liste: Erledige all die Sachen, die dir während deiner Arbeitszeit im Weg stehen könnten schon vorher. Räum noch mal richtig auf und wisch alles durch, die kommenden Wochen darf das dafür dann schon einmal ein wenig vernachlässigt werden. Du wolltest dich unbedingt noch bei einem Freund, der Oma, einem Geschäftspartner melden? Dann mach das vorher und melde dich anschließend für die kommende Zeit ab. Du bist nicht produktiv, wenn dir andere Aufgaben ständig durch den Hinterkopf schwirren. Mach also eine Liste, was du vor deiner Arbeit noch erledigen willst und nimm dir Zeit dafür.
 
4. Setze Ziele Das große Ganze kann manchmal auch echt deprimierend sein. Setz dir also Tagesetappen oder Wochenziele, was du erreichen möchtest. Und bleibe dann positiv, wenn du diese Ziele erreicht hast. Ich habe in der ersten Woche zehn Seiten geschrieben klingt doch viel besser als Ich muss noch siebzig Seiten schreiben.
 
5. Schaffe einen Ausgleich und mach auch mal frei Meine Masterarbeit ist in den kommenden acht Wochen mein 9-till-5-Job. Das bedeutet, ich arbeite von morgens um neun bis abends um fünf. Bis um fünf. Und nicht länger! Auch wenn man gerade in einem Schreibfluss ist oder sein Wochenpensum am Freitag noch lange nicht erfüllt hat, ist es wichtig, auch mal frei zu machen. Sonst bleibt da wenig Energie für die kommenden Zeiten. Ich beispielsweise verabrede mich supergerne mit Freunden und kann oft nur schwer Nein sagen. Um meine sozialen Kontakte während meiner Schreibphase aufrecht zu erhalten, verabrede ich mich in der nächsten Zeit prinzipiell nur noch nach fünf Uhr abends. Andernfalls komme ich nur wieder zu gar nichts und lasse mir den Tag zerreißen, obwohl das nicht mal die Absicht meiner Freunde war und ich nur wieder nicht Nein sagen konnte. Dann aber eine Verabredung nach fünf Uhr einzugehen, ist völlig ok, da man ja den ganzen Tag schon produktiv war. Auch du hast dir deinen Feierabend verdient!
 
Viel Gerede für jemanden, der noch ganz am Anfang steht? Ich versuche auch nur Ordnung in mein Kopfchaos zu bekommen und dabei könnt ihr mir gerne helfen! Was ist euer ultimativer Tipp beim Schreiben einer Hausarbeit? Und woran scheitert es bei euren Projekten immer wieder? Lasst uns die Sache gemeinsam angehen, ein Fazit gibt es dann nach Weihnachten – und dann spricht hoffentlich ein echter Experte, der die Sache auch durchgezogen hat. Bis dahin frohes Schaffen!
 
LL

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